Diamant Rennrad.
Rennrad

Vor einiger Zeit, es war im Sommer 09, fragte mich Yobbo ob ich Interesse an einem alten Rennrad hätte welches vermutlich ein original Diamant wäre. Klar dass ich da hellhörig wurde und zusagte.
Am vereinbarten Treffpunkt dann das mehr oder weniger böse Erwachen. Zwar war es tatsächlich ein Diamant-Renner - Aber der Zahn der Zeit und viele Reperatur-Versuche hinterließen ihre Spuren.
Der Vorbesitzer verwies stolz auf die schicken Chrom-Stahl-Felgen was mich aber nicht sonderlich begeistern konnte - Waren die original-Felgen doch nur 27" Zoll groß und eigentlich aus Aluminium während diese nicht nur in alle Richtungen verzogen sondern auch 28" Zoll groß waren.
Immerhin aber waren ansonsten fast alle Original-Teile noch vorhanden. Lichtmaschiene vorn, Schutzbleche, Kettenblatt inkl. Sport-Kurbel vorn, ein funktionierender VDO-Tacho und bis auf den Shimano-Schaltarm (HASS!!!!) eine vollständige Favorit-10-Gang-Schaltung.



Notgedrungen habe ich dieses Rad dann erstmal für den damaligen Weg zur Arbeit (Rostock - Kühlungsborn) hergerichtet und fahrtüchtig gemacht. Auch ein Favorit-Schaltarm fand sich noch in meiner Sammlung. Heiko von heikosdiamantrad.de.tl beschaffte mir dann noch originalgetreue Pedale mit passenden Körben und Riemen und Lenker-Korken. Danke dafür an dieser Stelle! :-)
Während der ersten Fahrt musste ich feststellen dass die vom Vorbesitzer montierte Kette zu breit war. Das war aber nicht weiter schlimm da ich eh in einem Fahrradverleih arbeitete und eine passende Kette somit schnell beschafft war. Aufgrund der unbefestigten Fahrbahn auf dem Weg zur Arbeit wählte ich schmale Marathon-plus-Tour - Reifen von Schwalbe. So habe ich wenig Rollwiederstand und trotzdem genügend Halt auf sandigen Wegen. Die Felgen behielt ich vorerst und justierte sie so gut es ging um das zappelige Fahrverhalten zu beseitigen.



Nach anfänglichem Überlegen ob ich den originalen Lack beibehalten oder das Rad umlackieren sollte, entschied ich mich zuletzt für einen Rahmen in sportlichem Weiss/Rot.
Bis auf den Diamantschriftzug wollte ich nichts vom ohnehin blätternden Dekor beibehalten. Also erst drei Tage lang den Rahmen zerlegt, angeschliffen, gereinigt und lackiert und dann in 2 Stunden mühsamer Arbeit den Schriftzug von Hand mit Öl-Farbe nachgezogen.



Die Lichteinheit und die Schutzbleche bleiben vorerst demontiert und werden nur bei Bedarf im Winter benutzt. (Ja, ich fahre auch im Winter noch aktiv Fahrrad).
Der Tacho sitzt inzwischen gut sichtbar am Lenker, funktioniert aber noch nicht da die Tachowelle a) zu lang und b) geknickt ist. Eine neue, passende zu finden gestaltet sich bislang als recht schwierig.
Alle Lager sind geputzt und neu gefettet, die Schaltung perfekt justiert, die Bowdenzüge geschmiert und die Bremsen komplett überholt. Jedes noch so kleine Teil wurde von Hand poliert und die Sattelkerze rennsporttypisch in ihrer endgültigen Postition gekürzt um das Gewicht noch weiter zu reduzieren. Da ich bequem bin habe ich noch zwei zusätzliche Bremsgriffe nachgerüstet um auch in der Aufrechten schnell bremsen zu können.

Um diese furchtbaren Stahl-Felgen zu ersetzen und natürlich auch um Gewicht zu sparen habe ich parallel zum Rennrad-Aufbau zwei neue Laufräder gebastelt. Sie bestehen aus ausrangierten Alu-Hohlkammer-Felgen, einer alten Bahnrad-Nabe vorn und einer Renak-Sport-Nabe hinten. Eingespeicht habe ich sie mit handelsüblichen Edel-Stahl-Speichen im Vierfach-Shema und die Felge zuvor passend zum Rad lackiert.




Etwas mulmig war mir schon da ich zuvor noch nie eine Felge selbst eingespeicht habe.
Aber irgendwann ist immer das erste mal und das Internet lieferte Hilfreiche Tipps zu den verschiedenen Varianten. (radial, zweifach, vierfach etc.. )



Die Bremsfläche der Felge habe ich vorher nicht abgeklebt da der überschüssige Lack sich so oder so beim bremsen ablöst.



Fertig. Alles blitzt und blinkt! Was mir jetzt noch fehlt ist ein passender 5-fach-Kranz mit 11 - 18 Zähnen. Bisher bin ich noch nicht fündig geworden..







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